Jenseits der pulsierenden Küste der Côte d’Azur mit ihren belebten Stränden und lebhaften Badeorten liegt ein hochgelegenes Dorf, das seine Authentizität bewahrt hat: Hauts-de-Cagnes. Dieses mittelalterliche Viertel, das auf einem Hügel über der Stadt Cagnes-sur-Mer liegt, ist ein architektonisches und historisches Juwel. Die gepflasterten Gassen, die Steinhäuser mit ihren bunten Fensterläden, das dominierende Schloss und die atemberaubende Aussicht auf das Mittelmeer machen es zu einem bevorzugten Ziel für Liebhaber des Kulturerbes, der Kunst und des süßen Lebens.
Entdecken wir gemeinsam diesen Ort, an dem die Zeit stehen geblieben zu sein scheint, der aber dennoch von Kultur und Geselligkeit geprägt ist.
Die Geschichte von Hauts de Cagnes
Die Ursprünge von Hauts-de-Cagnes reichen bis ins Mittelalter zurück. Die strategisch auf einem Hügel gelegene, befestigte Siedlung bot den Einwohnern Schutz vor Invasionen vom Meer aus. Jahrhundert von Rainier Grimaldi, Admiral von Frankreich und Herr von Cagnes, erbaut wurde, bildet das historische Zentrum des Dorfes.
Im Laufe der Jahrhunderte hat sich der Weiler verändert, aber er hat sein mittelalterliches Flair bewahrt. In den 1920er und 1930er Jahren zog Hauts-de-Cagnes eine Kolonie von Künstlern und Intellektuellen an, die von dem außergewöhnlichen Licht und der malerischen Atmosphäre des Ortes begeistert waren. Zu ihnen gehörten klangvolle Namen wie Renoir, Modigliani, Soutine und später Yves Klein oder Georges Simenon. Diese künstlerische Aura prägt das Dorf noch heute.
Les Hauts de Cagnes, ein Hauch von mittelalterlichem Dorf
Sobald Sie das moderne Zentrum von Cagnes-sur-Mer verlassen und auf die Anhöhen steigen, ändert sich die Szenerie drastisch. Enge Gassen, manchmal mit Treppen, schlängeln sich zwischen Steinhäusern mit verwitterten Fassaden. Die Bögen, gewölbten Durchgänge und kleinen schattigen Plätze erzählen eine Geschichte, die Jahrhunderte zurückreicht.
Die Atmosphäre ist friedlich und lädt zum Flanieren ein. Autos fahren hier kaum und machen Platz für Spaziergänger, die den zeitlosen Charme des Ortes genießen können. Am Abend beleuchten die Laternen sanft die Gassen und verleihen dem Dorf eine fast theatralische Atmosphäre. Man versteht schnell, warum diese Szenerie so viele Maler und Schriftsteller inspiriert hat.
















Das Grimaldi-Schloss: ein unumgängliches Juwel
Das über dem Dorf thronende Grimaldi-Schloss ist zweifellos die Hauptattraktion von Hauts-de-Cagnes. Jahrhundert erbaut und wurde im Laufe der Zeit in ein Renaissancehaus und dann in einen Barockpalast umgewandelt. Heute beherbergt es das Musée de l’Olivier und das Musée de l’art moderne Méditerranéen.
Architektur: Das Gebäude beeindruckt durch seine Proportionen und seine imposante Silhouette, die über das Dorf wacht. Der Innenhof und die Deckenfresken, insbesondere die aus dem 17. Jahrhundert, sind einen Besuch wert.
Panoramablick: Von der Schlossterrasse aus können Sie das Mittelmeer, die Hügel des Hinterlandes von Nizza und an klaren Tagen sogar die schneebedeckten Berge des Mercantour überblicken.
Sammlungen: Das Museum stellt den Olivenbaum als Symbolbaum der Region in den Mittelpunkt und zeigt wechselnde Ausstellungen über moderne und zeitgenössische Kunst.
Ein Besuch des Grimaldi-Schlosses bedeutet, in sieben Jahrhunderte Geschichte einzutauchen und dabei eine einzigartige Umgebung zu genießen.
Das Renoir-Museum
Obwohl das Renoir-Museum etwas unterhalb im Viertel Les Collettes liegt, ist es eng mit Hauts-de-Cagnes verbunden. Der Maler Pierre-Auguste Renoir ließ sich 1907 hier nieder, weil er von dem Licht und der Ruhe der Region begeistert war. Sein Anwesen ist von Oliven- und Orangenhainen umgeben und beherbergt heute eine außergewöhnliche Sammlung von Werken und persönlichen Gegenständen.
Dieses Museum ist eine perfekte Ergänzung zum Besuch von Hauts-de-Cagnes und vermittelt einen Eindruck von der Anziehungskraft, die die Region auf Künstler des 19. und 20. Jahrhunderts ausübte.
Bummeln und Entdecken in den Gassen
Die Hauts-de-Cagnes zu erkunden, bedeutet vor allem, sich freiwillig in dem Labyrinth der Gassen zu verlieren. Jede Ecke birgt eine Überraschung: ein kleiner Brunnen, eine geschnitzte Tür, ein mit Bougainvillea geschmückter Platz.
Der Place du Château: Das Herz des Dorfes, mit Cafés und Restaurants, die zum Verweilen einladen.
Malerische Gassen: Einige haben noch ihr mittelalterliches Kopfsteinpflaster, wie z.B. die Rue Hippolyte Guis.
Künstlerateliers und Galerien: Viele zeitgenössische Künstler haben sich hier niedergelassen und setzen die künstlerische Tradition des Ortes fort.
Neugierige Besucher werden auch Geschäfte finden, die Keramik, handgefertigten Schmuck oder Gemälde verkaufen, um ein originelles Souvenir mit nach Hause zu nehmen.
Zur Vorbereitung Ihres Besuchs von Les Hauts de Cagnes
Fremdenverkehrsamt von Cagnes-sur-Mer: 99, promenade de la plage – 04.93.07.67.08Teilen Sie diesen Artikel in sozialen Netzwerken







